11. Tag

Dienstag 06.07.04
von Pons nach Taudinat
– Fahrzeit 4,5 h – Wegstrecke 69km – Summe 1008km – Temperatur 20°C

Gesternabend nach dem Essen machten wir noch einen kleinen Rundgang durch das Zentrum von Pons. Beachtenswert ist der Rest des alten Schlosses, ein mächtiger quaderförmiger romanischer Bergfried (donjon) aus dem 12. Jahrhundert. Dann Abfahrt um 9 Uhr, Abschied von Rosy und Chris, heute heißt es aber auch: Adieu mein liebliches Saintonge mit all deinen prächtigen Kirchen und Kathedralen, mit all deinen Weingärten, deinen endlos weiten Korn- und Sonnenblumenfeldern, mit den unzähligen sanften Hügeln und den herrlich weißen Häusern aus großformatigen Sandsteinblöcken und den reich mit Blumen geschmückten Fensterbänken an den Häusern. Adieu, ich muss Abschied nehmen, weil ich weiter muss, immer weiter meinem Ziel entgegen. Mittagessen bei einem kräftigen Regenguss, jedoch unter schützenden Lindenbäumen auf dem Marktplatz von Saint Ciers….. Ich komme recht bald hinunter an die Gironde, wo in Blaye die Fähre bereits auf mich wartet. Fast vier Kilometer ist der Fluss hier schon breit mit einer gewaltigen Trichtermündung, eine vom starken Regen ganz braune gefärbte Suppe strömt eilig dem Meer entgegen.

am Scheideweg bei Petit Niort

am Scheideweg bei Petit Niort

die Gironde bei Blaye fast fünf Kilometer breit

die Gironde bei Blaye fast fünf Kilometer breit

eine Windmühle im Médoc

eine Windmühle im Médoc

Aber auf dem Boot scheint die Sonne bereits wieder. Nach der Überfahrt habe ich noch eine Strecke von etwa 15 km zurück zu legen. So finde ich schließlich den Weg zu Freunden, Claudia und Ludwig.

bei Claudia und Ludwig

bei Claudia und Ludwig

Vorsorglich hatte ich mich in St. Cier zuvor telefonisch angemeldet, um nicht vergeblich den Umweg machen zu müssen. Und ich muss sagen, der kleine Schlenker hat sich gelohnt, denn ich werde von ihnen ganz herzlich aufgenommen und bewirtet. Die Entscheidung fällt mir also gar nicht so schwer, als Ludwig mir vorschlägt, doch einen Rasttag bei ihnen einzulegen. Das sollte doch auch einem Pilger gestattet sein, meint er. Und da ich ja ohnehin schon genug Vorlauf habe, weil ich bisher recht zügig voran gekommen bin, stimme ich zu. Wir haben gemeinsam eine schöne Zeit miteinander gehabt bei anregenden Gesprächen, herrlichem Essen und köstlichen Weinen.

Reiseweg
zum 12. Tag

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