Esskastanien mit Rotwein

Herbstzeit

Herbst 03-3

Hier natürlich noch nicht geröstet

Im Oktober sind die Kastanien reif. Die mit Würmern fallen zuerst vom Baum, daher erfordert es noch etwas Geduld, bis die prallen glattschaligen aus ihrer stacheligen Hülle vom Baum fallen. Ich sammle immer nur die Dicksten, denn für den Rest gibt es genug Tiere die sich den ganzen Winter über davon ernähren. Meine Eltern haben mir oft davon erzählt, dass es im Winter an den Straßenecken der kölner Innenstadt Kastanienröster gab, die in Papiertütchen diese Köstlichkeit feilboten.

Zubereitung

Das ist ganz einfach. Man schneidet in die Kastanienschale ein Kreuz, damit sie beim Rösten nicht explodieren und legt sie etwa ein viertel Stunde in den auf 200°C vorgeheizten Ofen.
Eine andere Version der Zubereitung habe ich in der Innerschweiz entdeckt:
auf den Rost über ein leichtes Holzkohlefeuer geleg und mit einem feuchten Lappen abgedeckt, dass sie nicht austrocknen. Aber vorsicht die Kastanien immer mal wiederwenden damit sie nicht verbrennen.
Die Kastanien werden geschält am besten auch von der inneren Schale bereit und möglichst heiß gegessen.
Dabei trinke ich am liebsten einen herzhaften roter Bordeaux.

Kastanien müssen zur Aufbewahrung kühl gelagert werden, aber Vorsicht, denn allerlei Ungeziefer macht sich an die nahrhafte Kost. Wenn es eine gute Ernte gibt, konserviere ich Kastanien auch manchmal. Dazu werden sie gekocht, geschält und tiefgefroren. Kastanien eignen sich hervorragend als Beilage zu Wild und als Fülle für edles Geflügel aller Art.

Familienrezepte

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