Gentse Waterzooi

Genter Hühnersuppe mit allerlei Gemüse

Hallo Nico und Barbara,

Gentse Waterzooi, also so wird’s gemacht: (die Zutaten für vier bis sechs Personen)

1 ausgenommenes Huhn ca. 1 kg (sehr gut geht es auch mit jungen 4 Tauben)
Suppengrün: – 2 weiße Selleriestangen oder 1/2 Sellerieknolle – 2 weiße Porreestangen – 3 Möhren – 8 festkochende Kartoffeln (z.B. Nicola) – 100 gr Butter
Zutaten: – Thymian, Lorbeer, 2 Gewürznelken, Salz, Pfeffer – 4 Zwieback – 2 dl Sahne – 1 Ei
Spezereien: – Petersilie, Schnittlauch, Estragon, Muskat, Saft eine Zitrone

– Suppengrün und Kartoffel säubern, putzen, waschen in grobe Stücke schneiden und in der Butter andünsten.
– Fleisch in Stücke schneiden und drauflegen.
– mit Wasser oder Hühnerbrühe übergießen bis alles überdeckt ist und mit den Zutaten würzen.
– solange köcheln lassen, bis das Fleisch gar ist.

– die Bouillon durchsieben,
– die Zwieback in ein wenig von der Boullion aufweichen und hineinrühren.
– Kartoffel und Suppengemüse mit Zauberstab mixen wieder etwas von der lauwarmen Boullion dazugeben und das in der Sahne verrührte Ei hinzufügen
– nun erst kommt die restliche Bouillon unter stetigem Rühren und erwärmen hinzu, vorsicht, damit das Ei nicht ausgefällt wird. – das gegarte, noch feste Fleisch wird ausgebeint, in kleinere Stücke geschnitten in die Suppe geben.

Zum Schluß – die Suppe ist nun schon wieder heiß, – werden noch die Spezereien, in der Menge nach eigenem Gutdünken hinzugefügt.

Die Waterzooi wird mit frischem Baguette serviert gegessen. So, dann wünsche ich noch gutes Gelingen bei der Zubereitung und nachher hoffentlich guten Appetit.

Im Zusammenhang mit dieser Suppe erwähne ich gerne die Geschichte von Karl V und dem Kräuter- und Gewürzhändler Tierentyn aus Gent. Hier in drei Sätzen und zur Erinnerung, was man sich erzählt: Kaiser Karl, – in Gent geboren, – kommt eines Nachts heim in seine Vaterstadt und verlangt nach einer Waterzooi. Sein Koch gibt ihm zu verstehen, dass es schwierig sein wird, mitten in der Nacht all die notwendigen Kräuter zu besorgen, weil keiner der Händler ihm zu so später Stunde noch öffnen wird. Schließlich wird am Gemüsemarkt (Groentenmarkt) doch noch einer gefunden, der ihm bereitwillig alles gibt. Das ist der Kruidenier (Gewürzhändler) Tierentyn, er verhilft dem Kaiser schließlich zu seinem Leibgericht. Schon am nächsten Morgen erlässt der Kaiser ein Dekret, das alle Kräuterhändler mit einer Extrasteuer belastet. Nur ein gewisser Tierentyn, jener, der ihm in der Nacht zu den Suppenkräuter verholfen hatte, wurde aus Dankbarkeit von der Steuer befreit. Den Laden Tierentijn gibt es heute noch, alle anderen haben ihr Geschäft schon lange aufgegeben. Herzliche Grüsse Papi

Familienrezepte

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